10. Mai 2012, 18:00
Migration aus Nordafrika – Muster, Potentiale und europäische Perspektiven
Referent
Prof. Dr. Andreas P o t t, Professor für Sozialgeographie und Direktor des Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS), Universität Osnabrück
Aus europäischer Perspektive gewinnt Nordafrika als Quellgebiet und Transitraum internationaler Wanderungen zunehmend an Bedeutung. Neben Flüchtlingsströmen, die in den Massenmedien oft einseitig als Bedrohung erscheinen, bestimmen postkoloniale Arbeitsmigration, informelle Wanderungsbeziehungen und neue Formen der zirkulären Migration die Diskussion.
Der Vortrag gibt einen Überblick über das aktuelle Wanderungsgeschehen und interpretiert dieses als Bestandteil und Folge komplexer, historisch gewachsener Migrationssysteme. Um sie zu verstehen, ist der Blick ebenso auf nordafrikanische Migrationspotentiale, gesellschaftlichen Wandel und transmediterrane Netzwerke wie auf europäische Aufnahmekontexte und ihre Versuche der migrationspolitischen Steuerung zu richten.
Veranstaltungsort
Haus der Technik, Essen, Anfahrt

Von Xanten bis Hamm, von Haltern bis Hagen, zwischen Rhein, Ruhr, Lippe und Emscher erstreckt sich eine faszinierende Region mit wechselhafter Geschichte. Groß geworden als Kohlenpott im 19. Jahrhundert und gebeutelt vom Strukturwandel der letzten Jahrzehnte präsentiert sich das Ruhrgebiet heute als abwechslungsreiche und lebendige Metropole mit Ecken und Kanten. Rund sechzig Autorinnen und Autoren – profunde Kenner der Region – dokumentieren im Kartenbild, in Texten und Fotografien den Wandel einer spannenden Kulturlandschaft im Herzen Europas vom Industriezeitalter bis heute.Hrsg.: Achim Prossek, Helmut Schneider, Burkhard Wetterau, Horst A. Wessel, Dorothea Wiktorin