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Prof. Dr. Nadine Scharfenort Universität PassauDie islamisch-arabischen Gesellschaften befinden sich in einem Umbruch, in dem Frauen einen wesentlichen Anteil haben und der zu neuen Machtverhältnissen zwischen der alten und jungen Generation, aber auch zwischen den Geschlechtern führt. Ziel des Vortrags ist es zu zeigen, dass die islamisch-arabische Welt keine homogene Einheit darstellt und die Betrachtung des Raums differenzierter erfolgen muss. Dazu werden lebensweltliche Beispiele aus einigen Ländern, v.a. aber den arabischen Golfstaaten, die in den vergangenen Jahren immer mehr in den Mittelpunkt des Interesses gerückt sind, herangezogen, die einerseits zeigen, wie sich die Rolle der Frau in der modernen arabischen Welt gewandelt hat, und andererseits den Kontrast zwischen den Ländern hervorheben, der auf unterschiedlichen Zugang zu Ressourcen und divergierende politische Interessen zurückzuführen ist. Foto: Altafalvi, Wikimedia Commons, CC-BY-SA-3.0

Prof. Dr. Javier Revilla Diez Universität zu Köln Die Konturen der Weltwirtschaft haben sich in den letzten Jahrzehnten spürbar verändert. Der Aufstieg der aufstrebenden Volkswirtschaften in Afrika, Asien und Lateinamerika hat zur Entwicklung hin zu einer neuen multipolaren globalen Ordnung beigetragen. Großstädte im Globalen Süden, dargestellt am Beispiel der Stadt Singapur, erleben in diesem Zusammenhang eine hohe internationale Aktivität und ein herausragendes Wachstum im Gegensatz zum Nationalstaat, dem sie angehören. Global City Research betont die zentrale Rolle dieser Orte für die Organisation der globalen Wirtschaft für diese Städte als Gateways mit ihrem Hinterland. Foto: chensiyuan, Wikimedia Commons, CC-BY-SA-4.0

Prof. Dr. Thomas HimmelsbachBundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Hannover Die Georessource Grundwasser ist für viele Länder des südlichen Afrikas von zentraler Bedeutung. Aus diesem Grund ist die BGR schon seit vielen Jahren im Rahmen ihrer Projekte der Technischen Zusammenarbeit im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie im Rahmen von Forschungsprojekten seitens des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) tätig. Der Vortrag fasst zentrale Ergebnisse der Grundwassererkundung der letzten zehn Jahre zusammen und empfiehlt eine strategische Neuausrichtung der Grundwasserprospektion im südlichen Afrika. Foto: Thomas Wagner, Wikimedia Commons CC-BY-SA-3.0

Prof. Dr. Rudolf Juchelka, Universität Duisburg-Essen und Prof. Dr. Tigran Sargsyan, Yerevan State University, Yerevan/ Armenien Das im südlichen Kaukasus gelegene Armenien hat als ältestes christliches Land der Welt eine lange Tradition. Seit der Unabhängigkeit von Russland unterliegt der Staat erheblichen politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Transformationsprozessen. Diese zeigen sich sowohl in den traditionellen Agrargebieten wie auch in Industriestädten. Aktuelle Entleerungsprozesse einerseits und Konzentrationsprozesse andererseits prägen des Bild. Die städtischen Räume, insbesondere die Hauptstadt Yerevan, sind von erheblicher Veränderungsdynamik betroffen. So steigt die Bevölkerung Yerevans stetig an, und die Stadt wächst in die Peripherie, ohne dass Infrastruktur und Städtebau dem Stand halten können. Foto: Friedrich Schulte-Derne

Dr. Achim G. Reisdorf, Stiftung Ruhr Museum, Essen Welches Schicksal nehmen verendete Wirbeltiere in einem marinen Ablagerungsraum? In der paläontologischen Literatur begegnen wir seit bald vier Jahrzehnten einem nach human- und veterinärmedizinischer Sachlage makabren Szenario, der skelettzerlegenden „Kadaver-Explosion“. Eine Gruppe ausgestorbener Meeresreptilien der Posidonienschiefer-Formation –namentlich Fischsaurier– gelten als gute Beispiele für diese Hypothese. Im Rahmen einer interdisziplinären Studie wurden für Fischsaurier-Fossilien die typischen Zerfallsphänomene sowie das paläontologische und sedimentologische Inventar ihrer Fundhorizonte analysiert. Die Resultate wurden mit einer forensischen Messreihe sowie mit meeresbiologischem, rechts- und veterinärmedizinischem Beobachtungsbefunden abgeglichen. Foto: The bellmann, Wikimedia Commons, Public domain

Prof. Dr. Wilhelm Kuttler, Universität Duisburg-Essen Hohe und langanhaltende Wärmebelastungen führen beim Menschen zu ansteigenden Mortalitäts- und Morbiditätsraten. Analysen von Zeitreihen der Lufttemperatur zeigen, dass sowohl die Anzahl an heißen Tagen als auch die von Hitzewellen während der vergangenen Jahrzehnte zugenommen haben. Von einer weiteren Steigerung ist vor dem Hintergrund des globalen Klimawandels auszugehen. Neben der Wärmebelastung verstärken gleichzeitig verschiedene Luftverunreinigungen die gesundheitsschädigende Wirkung. Es werden Maßnahmen vorgestellt, die auf urbaner Ebene zu einer Reduzierung der thermischen und lufthygienischen Belastung führen. Foto: Silar, Wikimedia Commons, CC-BY-SA-4.0

Studierende des Masterstudiengangs Urbane Systeme der Universität Duisburg-Essen, Essen Die drei europäischen Hauptstädte liegen relativ dicht beieinander. In ihren jeweiligen Entwicklungen gibt es Verbindendes, z.B. die gemeinsame Vergangenheit in der Habsburger Monarchie, und Trennendes, etwa in der Phase nach 1945 und der zeitweiligen Zugehörigkeit zu unterschiedlichen politischen Blöcken. Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Exkursion im März 2019 berichten über Erfahrungen und Eindrücke der Exkursion und über Ergebnisse des Vergleichs hinsichtlich der Stadtstrukturen, – entwicklungen und der unterschiedlichen aktuellen Transformations- und Umgestaltungsprozesse. Foto: Andrés Nieto Porras, Wikimedia Commons, CC-BY-SA-2.0

Sanierungsarbeiten im Spannungsfeld von Naturschutz, Denkmalschutz und Tourismus Prof. Dr. Roland Strauß, Geologischer Dienst NRW, Krefeld Der Drachenfels im Siebengebirge markiert mit seinem Bergfried auf dem Gipfel den Eingang von der Niederrheinischen Bucht zum Mittelrheintal. Das Gebiet um den Drachenfels wurde seit der Römerzeit vielfältigen Nutzungen unterzogen. Vom Trachytabbau über militärstrategische Nutzung bis hin zur touristischen Nutzung seit dem frühen 19. Jahrhundert (der Drachenfels ist die Wiege der Rheinromantik). Um die Einzigartigkeit des Drachenfelses zu erhalten, wurden in den 1970er Jahren umfangreiche geotechnische Sicherungsmaßnahmen durchgeführt. Nach fast 50 Jahren hat der Zahn der Zeit weiter am Fels genagt und das Land Nordrhein-Westfalen führt seit 2017 umfangreiche Sanierungsmaßnahmen im Bereich des Drachenfelses aus. Foto: Wolkenkratzer, Wikimedia Commons, CC-BY-SA-3.0

Prof. Dr. Thomas Feldhoff, Ruhr-Universität Bochum Japan ist eine der am höchsten entwickelten Volkswirtschaften der Welt, die Global City Tokyo symbolisiert in besonderer Weise die Stärken Japans – und die Verwundbarkeit des Inselreiches gegenüber Gesellschafts- und Umweltwandel. Aufgrund der starken Konzentration von Menschen, Informationen, Kapital in der Hauptstadtregion bedeutet das Risiken für Japan insgesamt. Der Vortrag thematisiert Ursachen und Ausprägungen der so genannten unipolaren Konzentration auf Tokyo und die Herausforderungen für eine nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung, die sich aus der Gleichzeitigkeit und dem räumlichen Nebeneinander von urbanen Wachstums- und Schrumpfungsprozessen ergeben. Foto: Okajun, Wikimedia Commons, CC-BY-SA-3.0

Prof. Dr. Ulrich Schreiber, Universität Duisburg-Essen Alles, was wir auf der Erdoberfläche erkennen können, ist durch das Einwirken von Lebewesen verändert. Wie ist Leben entstanden und wie konnte ausgehend von LUCA (Last Universal Common Ancestor), dem letzten gemeinsamen Vorfahren aller Lebewesen, ein Planet vollständig umgestaltet werden? Die langen Zeiträume seit Bildung der Erde und die Unkenntnis über die Anfangsbedingungen scheinen die Aufklärung dieser Frage unmöglich zu machen. Sie gilt zu Recht als eine der spannendsten der Wissenschaft. Neue Forschungsergebnisse lassen hoffen, dass sich der dichte Nebel, der sie umgibt, langsam lichtet.