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Prof. Dr. Thomas HimmelsbachBundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Hannover Die Georessource Grundwasser ist für viele Länder des südlichen Afrikas von zentraler Bedeutung. Aus diesem Grund ist die BGR schon seit vielen Jahren im Rahmen ihrer Projekte der Technischen Zusammenarbeit im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie im Rahmen von Forschungsprojekten seitens des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) tätig. Der Vortrag fasst zentrale Ergebnisse der Grundwassererkundung der letzten zehn Jahre zusammen und empfiehlt eine strategische Neuausrichtung der Grundwasserprospektion im südlichen Afrika. Foto: Thomas Wagner, Wikimedia Commons CC-BY-SA-3.0

Prof. Dr. Rudolf Juchelka, Universität Duisburg-Essen und Prof. Dr. Tigran Sargsyan, Yerevan State University, Yerevan/ Armenien Das im südlichen Kaukasus gelegene Armenien hat als ältestes christliches Land der Welt eine lange Tradition. Seit der Unabhängigkeit von Russland unterliegt der Staat erheblichen politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Transformationsprozessen. Diese zeigen sich sowohl in den traditionellen Agrargebieten wie auch in Industriestädten. Aktuelle Entleerungsprozesse einerseits und Konzentrationsprozesse andererseits prägen des Bild. Die städtischen Räume, insbesondere die Hauptstadt Yerevan, sind von erheblicher Veränderungsdynamik betroffen. So steigt die Bevölkerung Yerevans stetig an, und die Stadt wächst in die Peripherie, ohne dass Infrastruktur und Städtebau dem Stand halten können. Foto: Friedrich Schulte-Derne

Prof. Dr. Wilhelm Kuttler, Universität Duisburg-Essen Hohe und langanhaltende Wärmebelastungen führen beim Menschen zu ansteigenden Mortalitäts- und Morbiditätsraten. Analysen von Zeitreihen der Lufttemperatur zeigen, dass sowohl die Anzahl an heißen Tagen als auch die von Hitzewellen während der vergangenen Jahrzehnte zugenommen haben. Von einer weiteren Steigerung ist vor dem Hintergrund des globalen Klimawandels auszugehen. Neben der Wärmebelastung verstärken gleichzeitig verschiedene Luftverunreinigungen die gesundheitsschädigende Wirkung. Es werden Maßnahmen vorgestellt, die auf urbaner Ebene zu einer Reduzierung der thermischen und lufthygienischen Belastung führen. Foto: Silar, Wikimedia Commons, CC-BY-SA-4.0

Studierende des Masterstudiengangs Urbane Systeme der Universität Duisburg-Essen, Essen Die drei europäischen Hauptstädte liegen relativ dicht beieinander. In ihren jeweiligen Entwicklungen gibt es Verbindendes, z.B. die gemeinsame Vergangenheit in der Habsburger Monarchie, und Trennendes, etwa in der Phase nach 1945 und der zeitweiligen Zugehörigkeit zu unterschiedlichen politischen Blöcken. Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Exkursion im März 2019 berichten über Erfahrungen und Eindrücke der Exkursion und über Ergebnisse des Vergleichs hinsichtlich der Stadtstrukturen, – entwicklungen und der unterschiedlichen aktuellen Transformations- und Umgestaltungsprozesse. Foto: Andrés Nieto Porras, Wikimedia Commons, CC-BY-SA-2.0

Sanierungsarbeiten im Spannungsfeld von Naturschutz, Denkmalschutz und Tourismus Prof. Dr. Roland Strauß, Geologischer Dienst NRW, Krefeld Download Flyer Der Drachenfels im Siebengebirge markiert mit seinem Bergfried auf dem Gipfel den Eingang von der Niederrheinischen Bucht zum Mittelrheintal. Das Gebiet um den Drachenfels wurde seit der Römerzeit vielfältigen Nutzungen unterzogen. Vom Trachytabbau über militärstrategische Nutzung bis hin zur touristischen Nutzung seit dem frühen 19. Jahrhundert (der Drachenfels ist die Wiege der Rheinromantik). Um die Einzigartigkeit des Drachenfelses zu erhalten, wurden in den 1970er Jahren umfangreiche geotechnische Sicherungsmaßnahmen durchgeführt. Nach fast 50 Jahren hat der Zahn der Zeit weiter am Fels genagt und das Land Nordrhein-Westfalen führt seit 2017 umfangreiche Sanierungsmaßnahmen im Bereich des Drachenfelses aus. Foto: Wolkenkratzer, Wikimedia Commons, CC-BY-SA-3.0

Prof. Dr. Thomas Feldhoff, Ruhr-Universität Bochum Japan ist eine der am höchsten entwickelten Volkswirtschaften der Welt, die Global City Tokyo symbolisiert in besonderer Weise die Stärken Japans – und die Verwundbarkeit des Inselreiches gegenüber Gesellschafts- und Umweltwandel. Aufgrund der starken Konzentration von Menschen, Informationen, Kapital in der Hauptstadtregion bedeutet das Risiken für Japan insgesamt. Der Vortrag thematisiert Ursachen und Ausprägungen der so genannten unipolaren Konzentration auf Tokyo und die Herausforderungen für eine nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung, die sich aus der Gleichzeitigkeit und dem räumlichen Nebeneinander von urbanen Wachstums- und Schrumpfungsprozessen ergeben. Foto: Okajun, Wikimedia Commons, CC-BY-SA-3.0

Prof. Dr. Ulrich Schreiber, Universität Duisburg-Essen Alles, was wir auf der Erdoberfläche erkennen können, ist durch das Einwirken von Lebewesen verändert. Wie ist Leben entstanden und wie konnte ausgehend von LUCA (Last Universal Common Ancestor), dem letzten gemeinsamen Vorfahren aller Lebewesen, ein Planet vollständig umgestaltet werden? Die langen Zeiträume seit Bildung der Erde und die Unkenntnis über die Anfangsbedingungen scheinen die Aufklärung dieser Frage unmöglich zu machen. Sie gilt zu Recht als eine der spannendsten der Wissenschaft. Neue Forschungsergebnisse lassen hoffen, dass sich der dichte Nebel, der sie umgibt, langsam lichtet.

Prof. Dr. Dierk Hebbeln, MARUM, Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen Kaltwasserkorallen formen in den scheinbar lebensfeind-lichen, lichtlosen Tiefen der Ozeane Riffe, die als Oasen der Tiefsee ihren tropischen Verwandten in Sachen Biodiversität sehr nahe kommen. Dabei machen kontinuierliche Neuentdeckungen gerade erst das Ausmaß der Verbreitung der Kaltwasserkorallen deutlich. Über geologische Zeiträume bauen die Kaltwasserkorallen bis zu mehrere hundert Meter hohe Hügel auf, die einzigartige geologische Archive bilden. Sie belegen u.a., wie sich die bevorzugten Lebensräume der Kaltwasserkorallen im Zuge der quartären Klimazyklen mehrfach über ganze Ozeanbecken verschoben haben. Wahrscheinlich handelt es sich bei diesen Hügeln um die langgesuchten modernen Vertreter der paläozoischen und mesozoischen mud mounds/carbonate mound. Foto: Marum via Wikimedia Commons, CC BY 4.0

Referent:  Prof. Dr. Samuel Mössner, Westfälische Wilhelms-Universität Münster Die Stadt Münster wurde 2019 zur „Nachhaltigsten Groß-stadt Deutschlands“ gekürt. In ihrer Begründung verwies die Jury u.a. auf das hohe Engagement der Stadt in Sachen Klimaschutz und den hohen Fahrradanteil im städtischen Verkehr. Zugleich überqueren Münsters Stadtgrenze jedoch täglich ca. 300.000 Autos, etwa 80% der berufsbedingten Pendler*innenfahrten werden mit dem PKW zurückgelegt. Der Vortrag nähert sich der „nachhaltigen Stadt Münster“ daher aus dem Umland an und diskutiert das Leitbild der Nachhaltigen Stadt aus einer relationalen Perspektive, die nicht an der Stadtgrenze Halt macht. Fotos: Rüdiger Wölk via Wikimedia Commons, CC-BY-SA 2.5

Prof. Dr. Stefan Siedentop Wissenschaftlicher Direktor Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung NRW und Technische Universität Dortmund Foto: Walter Koch, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Dr. Till Kasielke, Ruhr-Universität Bochum Über die geologische Entstehung des Ruhrtals sind wir dank der pleistozänen Flussterrassen relativ gut unterrichtet. Erstaunlich wenig ist hingegen zur holozänen Fluss- und Auenentwicklung bekannt. Vor dem Hintergrund umfangreicher Renaturierungsmaßnahmen gewinnen entsprechende Informationen aktuelle Relevanz. Neue Forschungsergebnisse erlauben eine Rekonstruktion der natürlichen Flussverhältnisse und zeigen die anthropogenen Veränderungen des Flusssystems seit dem Mittelalter auf. Foto: Raenmaen, Wikimedia Commons CC-BY-SA-3.0

Grußworte, Festvortrag, Imbiss Festvortrag: Schäden für die Ewigkeit – Bergbaubedingte Reliefveränderungen und ihre Folgen am Beispiel des Ruhrgebiets Prof. Dr. Stefan Harnischmacher, Philipps-Universität MarburgBergsenkungen als Folge des Steinkohleabbaus sind im Ruhrgebiet seit dem 19. Jh. bekannt. Ihre Auswirkungen sind gravierend: Die künstliche Entwässerung der abgesunkenen Bereiche macht den Einsatz von mehr als 500 Pumpwerken erforderlich, die jährlich über 50 Mio. Euro verschlingen. Ihr Ausfall hätte gravierende Folgen. Daten zum Ausmaß und zur räumlichen Verbreitung von Bergsenkungen sind öffentlich nicht zugänglich. Eigene Forschungsergebnisse helfen diese Informationslücke erstmalig zu schließen. Foto: Morty, Wikimedia Commons, CC-BY-SA-3.0