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Prof. Dr. Rudolf Juchelka, Universität Duisburg-Essen und Prof. Dr. Tigran Sargsyan, Yerevan State University, Yerevan/ Armenien Das im südlichen Kaukasus gelegene Armenien hat als ältestes christliches Land der Welt eine lange Tradition. Seit der Unabhängigkeit von Russland unterliegt der Staat erheblichen politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Transformationsprozessen. Diese zeigen sich sowohl in den traditionellen Agrargebieten wie auch in Industriestädten. Aktuelle Entleerungsprozesse einerseits und Konzentrationsprozesse andererseits prägen des Bild. Die städtischen Räume, insbesondere die Hauptstadt Yerevan, sind von erheblicher Veränderungsdynamik betroffen. So steigt die Bevölkerung Yerevans stetig an, und die Stadt wächst in die Peripherie, ohne dass Infrastruktur und Städtebau dem Stand halten können. Foto: Friedrich Schulte-Derne

Prof. Dr. Wilhelm Kuttler, Universität Duisburg-Essen Hohe und langanhaltende Wärmebelastungen führen beim Menschen zu ansteigenden Mortalitäts- und Morbiditätsraten. Analysen von Zeitreihen der Lufttemperatur zeigen, dass sowohl die Anzahl an heißen Tagen als auch die von Hitzewellen während der vergangenen Jahrzehnte zugenommen haben. Von einer weiteren Steigerung ist vor dem Hintergrund des globalen Klimawandels auszugehen. Neben der Wärmebelastung verstärken gleichzeitig verschiedene Luftverunreinigungen die gesundheitsschädigende Wirkung. Es werden Maßnahmen vorgestellt, die auf urbaner Ebene zu einer Reduzierung der thermischen und lufthygienischen Belastung führen. Foto: Silar, Wikimedia Commons, CC-BY-SA-4.0

Studierende des Masterstudiengangs Urbane Systeme der Universität Duisburg-Essen, Essen Die drei europäischen Hauptstädte liegen relativ dicht beieinander. In ihren jeweiligen Entwicklungen gibt es Verbindendes, z.B. die gemeinsame Vergangenheit in der Habsburger Monarchie, und Trennendes, etwa in der Phase nach 1945 und der zeitweiligen Zugehörigkeit zu unterschiedlichen politischen Blöcken. Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Exkursion im März 2019 berichten über Erfahrungen und Eindrücke der Exkursion und über Ergebnisse des Vergleichs hinsichtlich der Stadtstrukturen, – entwicklungen und der unterschiedlichen aktuellen Transformations- und Umgestaltungsprozesse. Foto: Andrés Nieto Porras, Wikimedia Commons, CC-BY-SA-2.0

Sanierungsarbeiten im Spannungsfeld von Naturschutz, Denkmalschutz und Tourismus Prof. Dr. Roland Strauß, Geologischer Dienst NRW, Krefeld Download Flyer Der Drachenfels im Siebengebirge markiert mit seinem Bergfried auf dem Gipfel den Eingang von der Niederrheinischen Bucht zum Mittelrheintal. Das Gebiet um den Drachenfels wurde seit der Römerzeit vielfältigen Nutzungen unterzogen. Vom Trachytabbau über militärstrategische Nutzung bis hin zur touristischen Nutzung seit dem frühen 19. Jahrhundert (der Drachenfels ist die Wiege der Rheinromantik). Um die Einzigartigkeit des Drachenfelses zu erhalten, wurden in den 1970er Jahren umfangreiche geotechnische Sicherungsmaßnahmen durchgeführt. Nach fast 50 Jahren hat der Zahn der Zeit weiter am Fels genagt und das Land Nordrhein-Westfalen führt seit 2017 umfangreiche Sanierungsmaßnahmen im Bereich des Drachenfelses aus. Foto: Wolkenkratzer, Wikimedia Commons, CC-BY-SA-3.0

Prof. Dr. Thomas Feldhoff, Ruhr-Universität Bochum Japan ist eine der am höchsten entwickelten Volkswirtschaften der Welt, die Global City Tokyo symbolisiert in besonderer Weise die Stärken Japans – und die Verwundbarkeit des Inselreiches gegenüber Gesellschafts- und Umweltwandel. Aufgrund der starken Konzentration von Menschen, Informationen, Kapital in der Hauptstadtregion bedeutet das Risiken für Japan insgesamt. Der Vortrag thematisiert Ursachen und Ausprägungen der so genannten unipolaren Konzentration auf Tokyo und die Herausforderungen für eine nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung, die sich aus der Gleichzeitigkeit und dem räumlichen Nebeneinander von urbanen Wachstums- und Schrumpfungsprozessen ergeben. Foto: Okajun, Wikimedia Commons, CC-BY-SA-3.0

Referent: Prof. Dr. Hans-Werner Wehling Wie in kaum einer anderen Stadt im Ruhrgebiet war seit dem letzten Drittel des 19 Jhs. die Wirtschafts- und Stadtentwicklung in Herne – vor 1975 in Herne und Wanne-Eickel – vom Bergbau, seinen Zulieferindustrien und seinen Siedlungen abhängig. Früher als in anderen Städten setzten die schwerindustrielle De-Industrialisierung und nachfolgend ein wirtschaftlicher und städtebaulicher Strukturwandel ein. Der Vortrag geht diesen Entwicklungen bis zur heutigen Stadt Herne nach, die – zwischen den regionalen Zentren Gelsenkirchen, Bochum, Dortmund und Recklinghausen gelegen – eine Stadt von bestenfalls unentschiedenem Image ist, deren Einwohner aber eine hohe Wohnzufriedenheit zeigen. Foto: Arnold Paul, CC BY-SA 2.5, via Wikimedia Commons