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Prof. Dr. Thomas Hauff, Münster Zu Beginn der 2000er Jahre wackelte der „Schreibtisch Westfalens“ erheblich. Mit dem Zukunftsprofil „Wissenschaft und Lebensart“ stellte sich Münster den Herausforderungen und leitete eine Neuorientierung ein. Der Vortrag beleuchtet die Entwicklungen des letzten Jahrzehnts hin zu einer boomenden Regionalmetropole und diskutiert die Frage, ob dieses Zukunftsprofil auch angesichts Digitalisierung und demografischer Entwicklungen weiterhin tragfähig ist. Dabei wird auch auf den aktuellen Zukunftsprozess „MünsterZukünfte 20|30|50“ und die Rolle Münsters als „Schwarmstadt“ Bezug genommen.Foto: Presseamt Münster / Angelika Klauser

Prof. Dr. Wilhelm Kuttler, Universität Duisburg-Essen Hohe und langanhaltende Wärmebelastungen führen beim Menschen zu ansteigenden Mortalitäts- und Morbiditätsraten. Analysen von Zeitreihen der Lufttemperatur zeigen, dass sowohl die Anzahl an heißen Tagen als auch die von Hitzewellen während der vergangenen Jahrzehnte zugenommen haben. Von einer weiteren Steigerung ist vor dem Hintergrund des globalen Klimawandels auszugehen. Neben der Wärmebelastung verstärken gleichzeitig verschiedene Luftverunreinigungen die gesundheitsschädigende Wirkung. Es werden Maßnahmen vorgestellt, die auf urbaner Ebene zu einer Reduzierung der thermischen und lufthygienischen Belastung führen. Foto: Silar, Wikimedia Commons, CC-BY-SA-4.0

Studierende des Masterstudiengangs Urbane Systeme der Universität Duisburg-Essen, Essen Die drei europäischen Hauptstädte liegen relativ dicht beieinander. In ihren jeweiligen Entwicklungen gibt es Verbindendes, z.B. die gemeinsame Vergangenheit in der Habsburger Monarchie, und Trennendes, etwa in der Phase nach 1945 und der zeitweiligen Zugehörigkeit zu unterschiedlichen politischen Blöcken. Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Exkursion im März 2019 berichten über Erfahrungen und Eindrücke der Exkursion und über Ergebnisse des Vergleichs hinsichtlich der Stadtstrukturen, – entwicklungen und der unterschiedlichen aktuellen Transformations- und Umgestaltungsprozesse. Foto: Andrés Nieto Porras, Wikimedia Commons, CC-BY-SA-2.0

Sanierungsarbeiten im Spannungsfeld von Naturschutz, Denkmalschutz und Tourismus Prof. Dr. Roland Strauß, Geologischer Dienst NRW, Krefeld Download Flyer Der Drachenfels im Siebengebirge markiert mit seinem Bergfried auf dem Gipfel den Eingang von der Niederrheinischen Bucht zum Mittelrheintal. Das Gebiet um den Drachenfels wurde seit der Römerzeit vielfältigen Nutzungen unterzogen. Vom Trachytabbau über militärstrategische Nutzung bis hin zur touristischen Nutzung seit dem frühen 19. Jahrhundert (der Drachenfels ist die Wiege der Rheinromantik). Um die Einzigartigkeit des Drachenfelses zu erhalten, wurden in den 1970er Jahren umfangreiche geotechnische Sicherungsmaßnahmen durchgeführt. Nach fast 50 Jahren hat der Zahn der Zeit weiter am Fels genagt und das Land Nordrhein-Westfalen führt seit 2017 umfangreiche Sanierungsmaßnahmen im Bereich des Drachenfelses aus. Foto: Wolkenkratzer, Wikimedia Commons, CC-BY-SA-3.0

Prof. Dr. Thomas Feldhoff, Ruhr-Universität Bochum Japan ist eine der am höchsten entwickelten Volkswirtschaften der Welt, die Global City Tokyo symbolisiert in besonderer Weise die Stärken Japans – und die Verwundbarkeit des Inselreiches gegenüber Gesellschafts- und Umweltwandel. Aufgrund der starken Konzentration von Menschen, Informationen, Kapital in der Hauptstadtregion bedeutet das Risiken für Japan insgesamt. Der Vortrag thematisiert Ursachen und Ausprägungen der so genannten unipolaren Konzentration auf Tokyo und die Herausforderungen für eine nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung, die sich aus der Gleichzeitigkeit und dem räumlichen Nebeneinander von urbanen Wachstums- und Schrumpfungsprozessen ergeben. Foto: Okajun, Wikimedia Commons, CC-BY-SA-3.0

Dr. Till Kasielke, Ruhr-Universität Bochum Über die geologische Entstehung des Ruhrtals sind wir dank der pleistozänen Flussterrassen relativ gut unterrichtet. Erstaunlich wenig ist hingegen zur holozänen Fluss- und Auenentwicklung bekannt. Vor dem Hintergrund umfangreicher Renaturierungsmaßnahmen gewinnen entsprechende Informationen aktuelle Relevanz. Neue Forschungsergebnisse erlauben eine Rekonstruktion der natürlichen Flussverhältnisse und zeigen die anthropogenen Veränderungen des Flusssystems seit dem Mittelalter auf. Foto: Raenmaen, Wikimedia Commons CC-BY-SA-3.0

Grußworte, Festvortrag, Imbiss Festvortrag: Schäden für die Ewigkeit – Bergbaubedingte Reliefveränderungen und ihre Folgen am Beispiel des Ruhrgebiets Prof. Dr. Stefan Harnischmacher, Philipps-Universität MarburgBergsenkungen als Folge des Steinkohleabbaus sind im Ruhrgebiet seit dem 19. Jh. bekannt. Ihre Auswirkungen sind gravierend: Die künstliche Entwässerung der abgesunkenen Bereiche macht den Einsatz von mehr als 500 Pumpwerken erforderlich, die jährlich über 50 Mio. Euro verschlingen. Ihr Ausfall hätte gravierende Folgen. Daten zum Ausmaß und zur räumlichen Verbreitung von Bergsenkungen sind öffentlich nicht zugänglich. Eigene Forschungsergebnisse helfen diese Informationslücke erstmalig zu schließen. Foto: Morty, Wikimedia Commons, CC-BY-SA-3.0

N.N., Vorstand Duisburger Hafen AG, Duisburg Der Duisburger Hafen ist als Europas größter Binnenhafen Endpunkt einer 12.000 Kilometer langen Schienenverbindung mit China. Derzeit erreichen 25.000 Güterzüge jährlich über einen Arm der neuen Seidenstraße, die im Rahmen des gewaltigen One Belt- One Road-Projekts ausgebaut wird, Duisburg – nicht zuletzt mit tiefgreifenden Auswirkungen für den Wirtschaftsraum Niederrhein. Foto: NatiSythen, Wikimedia Commons, CC-BY-SA-3.0