Dr. Achim G. Reisdorf,
Stiftung Ruhr Museum, Essen

Welches Schicksal nehmen verendete Wirbeltiere in einem marinen Ablagerungsraum? In der paläontologischen Literatur begegnen wir seit bald vier Jahrzehnten einem nach human- und veterinärmedizinischer Sachlage makabren Szenario, der skelettzerlegenden „Kadaver-Explosion“. Eine Gruppe ausgestorbener Meeresreptilien der Posidonienschiefer-Formation –namentlich Fischsaurier– gelten als gute Beispiele für diese Hypothese. Im Rahmen einer interdisziplinären Studie wurden für Fischsaurier-Fossilien die typischen Zerfallsphänomene sowie das paläontologische und sedimentologische Inventar ihrer Fundhorizonte analysiert. Die Resultate wurden mit einer forensischen Messreihe sowie mit meeresbiologischem, rechts- und veterinärmedizinischem Beobachtungsbefunden abgeglichen.

Foto: The bellmann, Wikimedia Commons, Public domain