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Prof. Dr. Hans-Werner Wehling, Universität Duisburg-Essen Im Verlauf der Industrialisierung entstanden, ist Gelsenkirchen heute die dominante Stadt der Emscherzone. Anders als in den alten Städten am Hellweg setzte der postindustrielle Wandel von Wirtschaft und Stadtstruktur erst in den 1980er Jahren ein und dauert bis heute an. Zwischen den beiden Zentren Gelsenkirchen und Buer präsentiert sich die Stadt heute in einer scheinbar widersprüchlichen Nutzungsmischung und eindrucksvollen Einzelprojekten, die gleichermaßen Probleme und Perspektiven offenbaren. Bild: Thomas Robbin via Wikimedia Commons, CC-BY-3.0

Referent: Dr. Emanuel Grün, Technischer Vorstand der Emschergenossenschaft und des Lippeverbands, Essen Der Emscher-Umbau bietet die Jahrhundertchance, der Stadtlandschaft zwischen Holzwickede und Dinslaken ein neues Gesicht zu geben. Ziel ist die Aufwertung der Region durch Projekte weit über den Gewässerlauf hinaus. So wird sich das Lebens- und Arbeitsumfeld der Menschen nachhaltig verändern. Planerische Impulse gab der 2006 veröffentlichte Masterplan Emscher-Zukunft. Zahlreiche Entwürfe daraus sind heute Realität. Dies lässt sich an vielen Stellen erleben wie beispielsweise an der umgebauten Emscher und am Phoenix See in Dortmund, im BernePark in Bottrop oder beim Emschererlebnis am Kaisergarten von Oberhausen. Die Erfahrungen der Wasserwirtschaft mit aktuellen Herausforderungen, wie z.B. Klimawandel, werden zur Entwicklung einer zukunftsfähigen Emscher-Region beitragen. Foto: Stefan Kunzmann, Wikimedia Commons, CC-BY-SA-3.0

Prof. Dr. Dierk Hebbeln, MARUM, Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen Kaltwasserkorallen formen in den scheinbar lebensfeindlichen, lichtlosen Tiefen der Ozeane Riffe, die als Oasen der Tiefsee ihren tropischen Verwandten in Sachen Biodiversität sehr nahe kommen. Dabei machen kontinuierliche Neuentdeckungen gerade erst das Ausmaß der Verbreitung der Kaltwasserkorallen deutlich. Über geologische Zeiträume bauen die Kaltwasserkorallen bis zu mehrere hundert Meter hohe Hügel auf, die einzigartige geologische Archive bilden. Sie belegen u.a., wie sich die bevorzugten Lebensräume der Kaltwasserkorallen im Zuge der quartären Klimazyklen mehrfach über ganze Ozeanbecken verschoben haben. Wahrscheinlich handelt es sich bei diesen Hügeln um die langgesuchten modernen Vertreter der paläozoischen und mesozoischen mud mounds/carbonate mounds. Foto: Marum, Wikimedia Commons CC-BY-SA-4.0

Prof. Dr. Stefan Siedentop Wissenschaftlicher Direktor Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung NRW und Technische Universität Dortmund Foto: Walter Koch, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Dr. Till Kasielke, Ruhr-Universität Bochum Über die geologische Entstehung des Ruhrtals sind wir dank der pleistozänen Flussterrassen relativ gut unterrichtet. Erstaunlich wenig ist hingegen zur holozänen Fluss- und Auenentwicklung bekannt. Vor dem Hintergrund umfangreicher Renaturierungsmaßnahmen gewinnen entsprechende Informationen aktuelle Relevanz. Neue Forschungsergebnisse erlauben eine Rekonstruktion der natürlichen Flussverhältnisse und zeigen die anthropogenen Veränderungen des Flusssystems seit dem Mittelalter auf. Foto: Raenmaen, Wikimedia Commons CC-BY-SA-3.0

Grußworte, Festvortrag, Imbiss Festvortrag: Schäden für die Ewigkeit – Bergbaubedingte Reliefveränderungen und ihre Folgen am Beispiel des Ruhrgebiets Prof. Dr. Stefan Harnischmacher, Philipps-Universität MarburgBergsenkungen als Folge des Steinkohleabbaus sind im Ruhrgebiet seit dem 19. Jh. bekannt. Ihre Auswirkungen sind gravierend: Die künstliche Entwässerung der abgesunkenen Bereiche macht den Einsatz von mehr als 500 Pumpwerken erforderlich, die jährlich über 50 Mio. Euro verschlingen. Ihr Ausfall hätte gravierende Folgen. Daten zum Ausmaß und zur räumlichen Verbreitung von Bergsenkungen sind öffentlich nicht zugänglich. Eigene Forschungsergebnisse helfen diese Informationslücke erstmalig zu schließen. Foto: Morty, Wikimedia Commons, CC-BY-SA-3.0

N.N., Vorstand Duisburger Hafen AG, Duisburg Der Duisburger Hafen ist als Europas größter Binnenhafen Endpunkt einer 12.000 Kilometer langen Schienenverbindung mit China. Derzeit erreichen 25.000 Güterzüge jährlich über einen Arm der neuen Seidenstraße, die im Rahmen des gewaltigen One Belt- One Road-Projekts ausgebaut wird, Duisburg – nicht zuletzt mit tiefgreifenden Auswirkungen für den Wirtschaftsraum Niederrhein. Foto: NatiSythen, Wikimedia Commons, CC-BY-SA-3.0