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Referent: Prof. Dr. Hans-Werner Wehling Wie in kaum einer anderen Stadt im Ruhrgebiet war seit dem letzten Drittel des 19 Jhs. die Wirtschafts- und Stadtentwicklung in Herne – vor 1975 in Herne und Wanne-Eickel – vom Bergbau, seinen Zulieferindustrien und seinen Siedlungen abhängig. Früher als in anderen Städten setzten die schwerindustrielle De-Industrialisierung und nachfolgend ein wirtschaftlicher und städtebaulicher Strukturwandel ein. Der Vortrag geht diesen Entwicklungen bis zur heutigen Stadt Herne nach, die – zwischen den regionalen Zentren Gelsenkirchen, Bochum, Dortmund und Recklinghausen gelegen – eine Stadt von bestenfalls unentschiedenem Image ist, deren Einwohner aber eine hohe Wohnzufriedenheit zeigen. Foto: Arnold Paul, CC BY-SA 2.5, via Wikimedia Commons

Referent: Uni-Prof.(em.) Dr. Wilhelm Kuttler Mitte Juli 2021 wurden Teile von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, aber auch Gebiete in Belgien, Frankreich und den Niederlanden von einem heftigen Unwetter heimgesucht, das Bäche und kleine Flüsse zu reißenden Strömen werden ließ. Das verursachende Starkregenband, das zu katastrophalen Überschwemmungen führte und in dessen Folge zahlreiche Menschenleben sowie erheblicher Sachschaden zu beklagen waren, wurde primär durch ein Tiefdruckgebiet ausgelöst. Aber auch lokale Faktoren, wie die Bodenbeschaffenheit, die Oberflächenformen sowie der Versiegelungsgrad, beeinflussten mehr oder weniger stark das Ausmaß dieser Katastrophe, die durch Sturzfluten und weiträumige Überschwemmungen gekennzeichnet war. In weniger als einem Tag fiel mit etwa 150 Litern pro Quadratmeter mehr Regen als im gesamten Monat Juli. Am Beispiel des Ahrtals in der Eifel geht der Vortrag der Frage nach, inwiefern das Schadensausmaß nicht nur durch die Wetterlage, sondern auch durch geomorphologische, pedologische und hydrologische Faktoren bestimmt wurde. Letztendlich wird auch zu klären sein, ob es sich um ein seltenes Ereignis handelt und welcher Anteil dem Klimawandel an dieser Überschwemmungskatastrophe beizumessen ist. Foto: Martin Seifert, CC0, via Wikimedia Commons