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Prof. Dr. Dierk Hebbeln, MARUM, Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen Kaltwasserkorallen formen in den scheinbar lebensfeind-lichen, lichtlosen Tiefen der Ozeane Riffe, die als Oasen der Tiefsee ihren tropischen Verwandten in Sachen Biodiversität sehr nahe kommen. Dabei machen kontinuierliche Neuentdeckungen gerade erst das Ausmaß der Verbreitung der Kaltwasserkorallen deutlich. Über geologische Zeiträume bauen die Kaltwasserkorallen bis zu mehrere hundert Meter hohe Hügel auf, die einzigartige geologische Archive bilden. Sie belegen u.a., wie sich die bevorzugten Lebensräume der Kaltwasserkorallen im Zuge der quartären Klimazyklen mehrfach über ganze Ozeanbecken verschoben haben. Wahrscheinlich handelt es sich bei diesen Hügeln um die langgesuchten modernen Vertreter der paläozoischen und mesozoischen mud mounds/carbonate mound. Foto: Marum via Wikimedia Commons, CC BY 4.0

Referent:  Prof. Dr. Samuel Mössner, Westfälische Wilhelms-Universität Münster Die Stadt Münster wurde 2019 zur „Nachhaltigsten Groß-stadt Deutschlands“ gekürt. In ihrer Begründung verwies die Jury u.a. auf das hohe Engagement der Stadt in Sachen Klimaschutz und den hohen Fahrradanteil im städtischen Verkehr. Zugleich überqueren Münsters Stadtgrenze jedoch täglich ca. 300.000 Autos, etwa 80% der berufsbedingten Pendler*innenfahrten werden mit dem PKW zurückgelegt. Der Vortrag nähert sich der „nachhaltigen Stadt Münster“ daher aus dem Umland an und diskutiert das Leitbild der Nachhaltigen Stadt aus einer relationalen Perspektive, die nicht an der Stadtgrenze Halt macht. Fotos: Rüdiger Wölk via Wikimedia Commons, CC-BY-SA 2.5

Prof. Dr. Stefan Siedentop Wissenschaftlicher Direktor Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung NRW und Technische Universität Dortmund Foto: Walter Koch, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Dr. Till Kasielke, Ruhr-Universität Bochum Über die geologische Entstehung des Ruhrtals sind wir dank der pleistozänen Flussterrassen relativ gut unterrichtet. Erstaunlich wenig ist hingegen zur holozänen Fluss- und Auenentwicklung bekannt. Vor dem Hintergrund umfangreicher Renaturierungsmaßnahmen gewinnen entsprechende Informationen aktuelle Relevanz. Neue Forschungsergebnisse erlauben eine Rekonstruktion der natürlichen Flussverhältnisse und zeigen die anthropogenen Veränderungen des Flusssystems seit dem Mittelalter auf. Foto: Raenmaen, Wikimedia Commons CC-BY-SA-3.0

Grußworte, Festvortrag, Imbiss Festvortrag: Schäden für die Ewigkeit – Bergbaubedingte Reliefveränderungen und ihre Folgen am Beispiel des Ruhrgebiets Prof. Dr. Stefan Harnischmacher, Philipps-Universität MarburgBergsenkungen als Folge des Steinkohleabbaus sind im Ruhrgebiet seit dem 19. Jh. bekannt. Ihre Auswirkungen sind gravierend: Die künstliche Entwässerung der abgesunkenen Bereiche macht den Einsatz von mehr als 500 Pumpwerken erforderlich, die jährlich über 50 Mio. Euro verschlingen. Ihr Ausfall hätte gravierende Folgen. Daten zum Ausmaß und zur räumlichen Verbreitung von Bergsenkungen sind öffentlich nicht zugänglich. Eigene Forschungsergebnisse helfen diese Informationslücke erstmalig zu schließen. Foto: Morty, Wikimedia Commons, CC-BY-SA-3.0

Dipl.-Kfm. Erich Staake, Vorstand duisport – Duisburger Hafen AG, Duisburg Der Duisburger Hafen ist als Europas größter Binnenhafen Endpunkt einer 12.000 Kilometer langen Schienenverbindung mit China. Derzeit erreichen 25.000 Güterzüge jährlich über einen Arm der neuen Seidenstraße, die im Rahmen des gewaltigen One Belt- One Road-Projekts ausgebaut wird, Duisburg – nicht zuletzt mit tiefgreifenden Auswirkungen für den Wirtschaftsraum Niederrhein. Foto: NatiSythen, Wikimedia Commons, CC-BY-SA-3.0